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Die Beschäftigung mit der Unendlichkeit des Weltalls lädt ein zu weitergehenden, teilweise philosophischen, Fragen: Woher kommen-, wohin gehen wir? Wie ist alles entstanden, was war vorher, wohin entwickelt sich das Universum, Leben im All, existiert nur dieses Universum, Randbedingungen der Physik, dunkle Energie und vieles mehr.

Aus diesen übergeordneten Fragen folgen jene zum Mikrokosmos, unsere Existenz betreffend: Wie gehen wir miteinander um, als Gesellschaft. Wo setzen wir dem Staat Grenzen, darf er unsere körperliche Integrität verletzen, wie weit geht die Eigenverantwortung jedes Einzelnen? Aber auch auf der zwischenmenschlichen Ebene stellen sich Fragen: Wie können Unterschiedliche Ansichten überwunden werden, ohne das Gegenüber zu verletzen, ohne das Gespräch zu verweigern? Was bedeutet Ethik? Wir leben auf diesem Planeten nicht alleine. Ohne unsere Mitwelt (besserer Begriff als Umwelt, denn wir leben mitten drin, sind Teil des Ganzen) ist unsere Existenz unmöglich. Wie gehen wir mit den Tieren, der belebten und unbelebten Natur um? 

Der nächtliche Besuch eines Observatoriums, der Blick in die Unendlichkeit regt an, sich diesen tiefergehenden Gedanken zu widmen. Oft entstehen unter den tausenden von funkelnden Sternen spannende Gespräche, teilweise bis zum Beginn der Morgendämmerung

Vier epochale Entdeckungen seit 1995, drei in der Astrophysik und eine in der Biologie, prägen seitdem auf unterschiedliche Weise unser Weltbild. 

  • 1995 Der erste Exoplanet wird durch die Uni Genf entdeckt; die Erde ist also nicht einzigartig und die Chance extraterrestrisches Leben zu finden ist gegeben. Bis ende 2021 sind ca. 5000 Planeten um andere Sterne / Sonnen bekannt. Mit den neuen Teleskopen wird es künftig möglich sein, spektroskopische Messungen der Atmosphären dieser Planeten durchzuführen und somit die Zusammensetzung des Gasgemisches zu bestimmen. Sollte Sauerstoff enthalten sein, besteht der Verdacht auf Lebensformen. Die Astrobiologie bekam nun einen neuen Stellenwert.
  • 1998 Neben der, seit längerem postulierten, dunklen Materie (Fritz Zwicky, ca. 1930 und Vera Rubin, ca. 1970), könnte auch dunkle Energie existieren, welche für die beschleunigte, dauerhafte Expansion des Universums sorgt. Somit stellt die baryonische Materie (die uns vertraute Form der Materie, aus der für uns alles besteht) nur ein kleiner Bruchteil dar, nämlich etwa 5% des Universums. Die restlichen 95% des Universums in Form von dunkler Energie (69%) und dunkler Materie (26%), bleiben bis anhin gänzlich unbekannt. Diese Entdeckung regt zu spannenden philosophischen Diskussionen und zu neuen naturwissenschaftlichen Experimenten an. 
  • 2015 Messung der ersten Gravitationswellen. Die Existenz von Gravitationswellen ist seit der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein im Jahre 1915 bekannt, somit theoretisch vorhergesagt. Aber erst ab 2015 ist die menschliche Technik in der Lage, so hochempfindliche Messungen durchzuführen (LIGO). Dazu ist es notwendig, unvorstellbare kleine Distanzen von 10^-18 Metern, oder 0.000 000 000 000 001 mm, messen zu können. Umgerechnet in die Laufzeit des Lichts beutet dies, dass auf 3 milliardelstel Sekunden genau gemessen werden muss. Die nächste Generation an Messinstrumenten wird noch ca. 1000 mal genauer sein. Ein neuer Zweig der Astrophysik ist entstanden und wird uns noch mit zahlreichen Neuentdeckungen überraschen. 
  • 2013 Entdeckung der Genschere CRISPR Cas-9. Damit ist der Weg frei zu neuen vielfältigen Forschungen in den Biowissenschaften. Die Manipulation des Genoms ist nun beliebig möglich, die Gene können präzise an einem genau definierten Ort zerschnitten und ebenso präzise nach Belieben zusammengesetzt werden; sozusagen der Legokasten für die Biologie. 

Aus aktuellem Anlass zur gegenwärtigen verfassungsbrechenden und unmenschlichen politischen Situation in der Schweiz, zum Totalversagen der Regierung, des Parlaments, der Judikativen und der grossen Medienhäuser: eine exzellente Stellungsahme dazu von Dr.Dr. T. Boehm, Pyhsiker und Philosoph.

Die folgenden Links stehen in irgend einer Form, mehr oder weniger, im Kontext des oben Erwähnten und können als Gedankenanstoss verstanden werden.

Albert Schweitzer, Dr. Arzt und Theologe Mein Wort an die Menschheit

  Giordano Bruno Stiftung
  Michael Schmidt Salomon, Dr. Philosoph
Uwe Lehnert, Prof. Bildungsinformatiker
 Timon Boehm, Dr. Dr. Universalgelehrter, Physiker, Philosoph
  Ben Moore, Prof. Astrophysiker UZH
  Astrologie
Wachstumswahn, SRF Tagesgespräch
Intelligenz Tier-Mensch, SRF Tagesgespräch

Evidenzbasierte Medizin

ÄrztInnen und Mitweltschutz
Chinas Totalitarismus und Imperialismus
Ida Riegels, Cellistin und Flötistin 
Balz Kubli, Lebenskünstler, Reisender, Profi-Fotograf

Bergsteigen (digitales Gipfelbuch), Dauerlauf, ausgedehnte Velotouren, Liegevelo, Antarktis, Grönland, Naturwissenschaften, Medizin, Schach, Musik (Cello),Tierschutz, Speleologie, Tauchen, IO